Sprachliche Zitate aus der Wirklichkeit machen unsere Texte lebendiger. Statt über Situationen, Menschen, Räume und Ereignisse zu sprechen, können wir sie selbst zur Sprache bringen. Ob Fernsehen, Zeitung, soziale Medien, Websites, Werbung, Formulierungen anderer Autoren – überall finden wir Material. So wird etwa ein Rummelplatz plastisch, wenn wir Fetzen von Schlagern und Werbesprüchen einbauen. Ein Weg durch die Stadt lässt sich beschreiben anhand dessen, was unsere Hauptperson unterwegs an Wänden, auf Bildschirmen oder Schildern liest. Eine Kneipenszene wirkt ganz anders, wenn wir prägnante Sprüche von Wort und Gästen einmontieren.
An Beispielen aus der Literatur der Moderne möchte ich zeigen, wie unterschiedlich SchriftstellerInnen mit O-Tönen arbeiten, welche Anregungen sie uns geben – um darüber mit Euch ins Gespräch zu kommen.
Dozent: Lutz Flörke
Moderation: Vera Rosenbusch